Beeindruckender Besuch einer Zeitzeugin „Erinnern. Zuhören. Verantwortung übernehmen.“ – Eva Weyl zu Gast am Wentz

Am Montag, den 28. September, war die Aula bis auf den letzten Platz gefüllt: Auf Einladung des Demokratie-Ausschusses der SMV besuchte die Holocaust-Überlebende Eva Weyl die Klassen 11 sowie die Kursstufen 1 und 2 und erzählte ihnen rund eine Stunde lang aus ihrem Leben, bevor sie sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellte.

Eva Weyl wurde 1935 im niederländischen Arnheim geboren – ihre Mutter stammte ursprünglich aus Freiburg, ihre Eltern waren vor der nationalsozialistischen Verfolgung in die Niederlande geflohen. 1942 wurde die Familie in das Durchgangslager Westerbork interniert; mit viel Glück entging sie mehreren Deportationen und erlebte dort 1945 die Befreiung. Seit vielen Jahren reist Eva Weyl durch Deutschland, um als Zeitzeugin von dieser Zeit zu berichten – eine Aufgabe, die ihr Vater einst begonnen hatte und die sie als ihr Lebenswerk versteht. Mehr zu ihrer Geschichte findet sich bei Zweitzeugen e.V., die sie ausführlich porträtiert haben.

Wie sehr der Vormittag nachwirkte, zeigt ein kurzer Film, den die SMV im Anschluss gedreht hat: Darin erzählen mehrere Schülerinnen und Schüler, was sie am meisten beeindruckt hat, welche Botschaft sie mitnehmen und warum sie solche Veranstaltungen an unserer Schule für wichtig halten. Durchweg wird deutlich, wie bewegt und nachdenklich der Besuch die Schulgemeinschaft zurückgelassen hat.

Wir waren sehr beeindruckt von Eva Weyls Offenheit und sind ihr unheimlich dankbar, dass sie uns hilft, nicht zu vergessen. Ein herzliches Dankeschön geht an die SMV und den Demokratie-Ausschuss für die Organisation sowie an die beiden Vertrauenslehrerinnen Pia Oberüber und Gaby Steinitz, die die Veranstaltung möglich gemacht haben.