In der Woche vom 2. bis 6. Februar 2026 unternahm eine Gruppe von 18 Schüler:innen der K1 und K2 (Leistungsfach Geschichte und Basisfach Geschichte bilingual) des Wentzinger-Gymnasiums Freiburg eine spannende Studienfahrt nach Berlin mit historischem Schwerpunkt. Diese Reise bot nicht nur die Gelegenheit, die deutsche Hauptstadt zu erkunden, sondern auch eine Drittortbegegnung im Sinne des Deutsch-Französischen Jugendwerks (DFJW) zu erleben. Wir trafen dabei auf 28 Schüler: innen unserer Partnerschule vom Lycée Clemenceau in Montpellier.
Eine Drittortbegegnung ist eine Form des interkulturellen Austauschs, bei der Jugendliche aus verschiedenen Ländern an einem „dritten Ort“, das heißt weder in der Heimatstadt noch in der Stadt der Partnerschule, zusammenkommen. Ziel ist es, den kulturellen und sprachlichen Austausch zu fördern und zu stärken. Im Rahmen dieser Studienfahrt hatten die Schüler:innen die Möglichkeit, mit Gleichaltrigen aus Frankreich in Kontakt zu treten und gemeinsame Aktivitäten zu erleben, was die interkulturelle Kompetenz und das Verständnis füreinander stärkt.
Programmübersicht
Das Programm der Studienfahrt war vielfältig und informativ gestaltet:
- Montag, 02.02.: Nach der Ankunft in unserem Hostel und dem Bezug der Zimmer hatten die Schüler:innen beider Gruppen Gelegenheit, einander kennenzulernen.
Nach einem gemeinsamen Abendessen unternahmen wir einen ersten Spaziergang in Berlin-Mitte. - Dienstag, 03.02.: Der Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und einem Spaziergang vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor. Dabei gaben die französischen Schüler:innen uns allen, wie an den folgenden Tagen auch, mit Kurzreferaten Input zur Geschichte und Gegenwart Berlins sowie zu wichtigen Gebäuden und Orten, die auf unserem Weg lagen.
Im Bundestag erwartete uns ein Vortrag im Plenarsaal. Das geplante Gespräch mit der Freiburger Bundestagsabgeordneten Chantal Kopf konnte aus organisatorischen Gründen zu unserem großen Bedauern nicht stattfinden.
Am Nachmittag besuchten wir das Denkmal für die ermordeten Juden Europas. - Mittwoch, 04.02.: Nach dem Frühstück stand der Besuch von Checkpoint Charlie und des Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors“ auf dem Programm, eine Ausstellung an historischem Ort, in deren Mittelpunkt die zentralen Institutionen von SS und Polizei im NS-Regime sowie die von ihnen europaweit verübten Verbrechen stehen. Im Anschluss besuchten wir das Jüdische Museum und schließlich die Gedenkstätte Berliner Mauer an der Bernauer Straße.
- Donnerstag, 05.02.: Nach dem Frühstück fuhren wir zur Gedenkstätte KZ Sachsenhausen, ein besonders eindrücklicher Besuch.
Der Nachmittag war zur freien Verfügung, gefolgt von einem letzten gemeinsamen Abendessen, diesmal in einem Restaurant. - Freitag, 06.02.: Der letzte Tag begann mit einem Frühstück und einem gemeinsamen Abschluss, bevor die Rückfahrt nach Freiburg anstand.
In der Woche der Studienfahrt zeigte sich das Wetter in Berlin von seiner besonders winterlichen Seite. Trotz der recht kühlen Temperaturen, des eisigen Windes und der teils recht glatten Straßen blieben die Schüler:innen motiviert, guter Dinge und vor allem gesund! So konnten wir alle geplanten Aktivitäten durchführen, was die Reise zu einem eindrücklichen Erlebnis machte.
Die Studienfahrt nach Berlin war somit ein echter Erfolg und bot den Schüler:innen nicht nur die Möglichkeit, viel über die deutsche Geschichte zu lernen, sondern auch, im Kontakt mit der französischen Gruppe und ihren Lehrern, interkulturelle Erfahrungen zu sammeln. Die Kombination aus Bildung, Austausch und gemeinsamen Erlebnissen wird den Teilnehmer:innen sicherlich lange in Erinnerung bleiben!
Text: Kristina Meyer, Richard Bockel






