


„Einflussreiche Frauen – Ihre Geschichten, unser Wandel“
Eine Ausstellung über einflussreiche Frauen und ihre Geschichten, konzipiert und durchgeführt in der Zusammenarbeit des Toleranzausschusses mit der AG Vielfalt am Wentz.
Frauen haben die Welt auf viele verschiedene Arten beeinflusst und verändert: Sie haben für Rechte gekämpft, unglaubliche Erfindungen gemacht, Kunst geschaffen, sportliche Rekorde erzielt oder Länder regiert. Doch trotz all dieser Erfolge werden sie heutzutage oftmals noch immerübersehen, übergangen und einer gesellschaftlichen Wertschätzung beraubt. Auf diesen Missstand wollte dieAusstellung in zeitlichem Bezug auf den 8. März, dem internationalen Weltfrauentag, aufmerksam machen.
Was bedeutet es, als Frau geboren zu werden? In Deutschlandbedeutet es, im Durchschnitt immer noch weniger Geld zu verdienen als Männer, auch wenn die gleiche Arbeit verrichtet wird. Frauen können bzw. dürfen überdies in vielen Ländern immer noch nicht frei über ihren eigenen Körper entscheiden, da dies durch Paragraphen oder gesellschaftliche Konventionen eingeschränkt wird. Auch sind sie statistisch betrachtet weit häufiger von sexualisierter Gewalt betroffen, nur weil sie Frauen sind. In manchen Ländern werden Frauen von Eigentum und Bildung ausgeschlossen oder die Eltern wählen den künftigen Ehepartner aus. Kinderehe, Prostitution, Genitalbeschneidung, Ehrenmorde – all das und noch einiges mehr sind Realitäten, mit denen sich Frauen weitaus häufiger auseinandersetzen müssen als Männer. Weltweit leben Frauen in Machogesellschaften in Angst und Unterdrückung, müssen für ihre Gleichheitsrechte kämpfen oder sich ständig beweisen. Sie müssen zeigen, dass sie mindestens so viel schaffen und erreichen können wie Männer, weil Männer die gesellschaftliche Norm repräsentieren.
Noch vor einigen Jahrzehnten mussten Frauen in Deutschland ihren Ehemann um Erlaubnis fragen, wenn sie einen Beruf ergreifen wollten. Bei Beförderungen wurden sie übergangen, in der Politik hatten sie nichts zu suchen und wenn sie erfolgreich waren, wurden sie als Mannsweiber beleidigt und herabgesetzt. Im Grundgesetz wurde festgeschrieben, dass Männer und Frauen gleich sind. Daher hat sich Vieles inzwischen verbessert, aber Vieles muss sich noch ändern, damit echte Gleichheit herrscht. Die Ausstellung im Lernatelier zeigte, wie starke Frauen gegen Probleme und Ungerechtigkeiten gekämpft haben und es immer noch tun. Sie zeigte an konkreten Einzelbeispielen aus den Bereichen Kultur, Sport und Politik, welchen Einfluss erfolgreiche Frauen haben können, wovon sie geträumt haben und wofür wie gekämpft haben. Wir sollten als Gesellschaft nicht aufhören uns dafür einzusetzen, dass wir alle zusammen ungeachtet unseres Geschlechtes für eine gerechte, zukunftsfähige und friedliche Welt sorgen können und müssen!
Danke, dass so viele von euch die Ausstellung besucht haben. Wir hoffen, ihr wurdet inspiriert, motiviert und konntet neue Dinge lernen.